Energiesparender Batteriebetrieb (Part II)

Vorige Woche haben wir über „Lokale Intelligenz“ gesprochen. So kann man sie nutzen:

Die “Lokale Intelligenz” ermöglicht es, das Modem die überwiegende Zeit im OFF-Zustand zu halten, denn der Datenlogger selbst ist in der Lage im Bedarfsfall die Verbindung aufzubauen:

  • In einem regulären Übertragungsintervall, oder
  • zu einem beliebigem Zeitpunkt, um z.B. eine Alarmmeldung abzusetzen.
Akkumulierte Energie und Verlauf der Leistungsaufnahme eines Datenloggers mit zyklischer Messung
Akkumulierte Energie (oben) und Verlauf der Leistungsaufnahme (unten) eines Datenloggers mit zyklischer Messung. In der akkumulierten Energie finden sich die kurzen Messungen nur als kleine Stufen, der Ruhe-Verbrauch (0.0004W) zeigt sich als kontinuierlicher Anstieg

Das optimale Ergebnis ist eine lange Batterielaufzeit ohne Abstriche in der Aktualität der relevanten Daten. Erreicht wird dies durch die Kombination der technischen Daten des Datenloggers mit einer applikationsabhängigen Konfiguration. Für optimale Batterielaufzeiten sollte man sich daher bei der Konfiguration des Datenloggers folgende Fragen stellen:

  • Wie viele Messpunkte je Zeitheinheit sind erforderlich, um z.B. einen Temperaturverlauf ausreichend genau abzubilden?
    Daraus resultiert das Messintervall.
  • Wie aktuell müssen die z.B. über einen Webbrowser abrufbaren Daten in der Datenbank sein?
    Daraus ergibt sich das längstmögliche Übertragungsintervall.
  • Muss der Datenlogger jederzeit für einen Verbindungsaufbau aus der Ferne bereit sein?
große Anzahl von Messungen und zusätzlich 3 Datenübertragung
Zeigt auf geänderter Skala eine große Anzahl von Messungen und zusätzlich 3 Datenübertragungen. In dieser Konfiguration ist die GSM-Datenübertragung der dominate Verbrauchsfaktor. DAs Übertragungsintervall ist der kritische Konfigurationsparameter. Zur Darstellung der extremen Dynamik (Faktor 200) erfolgt die Darstellung der Leistung p(t) mit logarithmisher Skala.

Entsprechend ist der Verbindungsmodus zu wählen. Selbst wenn z.B. für die Testphase ein spontanes „Wakeup“ möglich sein soll, wird für den Normalbetrieb meist der stromsparende „Intervallbetrieb“ die richtige Wahl sein.

Sofern der Datenlogger es unterstützt, kann man unter Nutzung der “Lokalen Intelligenz” das Mess- und Übertragungsintervall noch weiter vergrößern, durch

  • Nutzung eines Grenzwert-abhängigen Mess- und Üertragungsintervalles
  • Nutzung von Alarm-Schwellen, die nicht an das Übertragungsintervall gebunden sind

Die hier beschriebene Energieeffizienz ist übrigens nicht nur bei Batteriebetrieb von Vorteil, sondern erhöht z.B. bei Akku-Betrieb mit Solar-Ladung die Gangreserve bei Schlechtwetterperioden.