QGuard: Alarmsystem für die Hosentasche

Der Begriff Alarmsystem löst bei vielen von uns Bilder von aufgestemmten Wänden, unattraktiven Steuereinheiten und komplizierten Bedienungsanleitungen aus. Diesen Aufwand nehmen wir nicht gerade gerne auf uns und wenn, dann nur für die vier Wände, in denen wir uns in unserem Alltag bewegen. Aber was ist mit unserem Wohnmobil, unserem Schrebergarten oder unserer Ferienwohnung? Auch darauf wollen wir ein unkompliziertes Auge werfen, fragt sich nur: Wie?

QGuard verspricht ein mobiles Alarmfoto_qgate_handsystem zu sein, das es uns ohne Installationsaufwand ermöglicht, jederzeit via Smartphone mit unserem wie auch immer gearteten Feriendomizil in Verbindung zu bleiben. Ermöglicht wird dies durch die Kommunikation zwischen einer Basisstation mit on-board SIM Chip und einer Smartphone App. Erkennt die Basisstation nun Ungewöhnliches, erhält der User einen SMS-Alarm.

Die Basisstation namens QGate wird dabei einfach in eine Steckdose gesteckt. Mit Strom versorgt baut es eine Verbindung zum Internet auf. Nach einmaliger Registrierung über die Website qgate.com steht die Basisstation in Kontakt mit dem Smartphone. Die dazugehörige App namens QGuard wird kostenlos aus dem iTunes Store oder dem Google Playstore runtergeladen. Fertig!

Mit verschiedenen Sensoren ausgestattet erkennt die Basisstation QGate Temperatur- und Lichtveränderungen, Geräusche sowie den Energieverbrauch von mit dem QGate verbundenen Geräten. So soll sichergestellt werden, dass ein Alarm ausgelöst wird, wenn beispielsweise Frostgefahr besteht. Ein mit dem QGate verbundenes Heizgerät soll dann automatisch eingeschaltet werden um Frostschäden zu verhindern. Auch ungebetene Gäste sollen erkannt (bspw. Anstieg des Lärmpegels) und dem User gemeldet werden. Um diesen gar keinen Anlass zu bieten einzusteigen, kann mit einer mit QGate verbundenen Lampe auch Anwesenheit simuliert werden.

Karins höchstpersönliches Fazit*:

qgate_mit_box (2)Beeindruckend ist die Einfachheit des mobilen Alarmsystems. Es ist in wenigen Minuten installiert und erfordert kein WLAN, was den Installationsaufwand weiter minimiert. Durch die Smartphone App weiß man immer Bescheid, was gerade los ist. Das steigert das persönliche Sicherheitsgefühl.

QGuard überwacht aber lediglich den Raum, in dem die Basisstation angesteckt ist. Bin ich also Besitzer einer größeren Ferienwohnung und habe den intelligenten Zwischenstecker im Vorraum installiert, kann der Einbrecher trotzdem unbemerkt über das Badezimmerfenster einsteigen. Des Weiteren wird kein Alarm im klassischen Sinne (Sirenengeheul oder die berühmt berüchtigte direkte Standleitung zur Polizei) ausgelöst. Alarme werden nur an den User der App geschickt. Wie schnell der dann reagieren kann, hängt von seinem aktuellen Standort ab  – und natürlich von der Anwendung, die er nutzt. Ein mit QGate verbundenes Gerät kann ja auch aus der Ferne geschaltet werden.

Die Anwesenheitssimulation kann nur mit einer Lampe betrieben werden. Wer mehr als eine Lampe mit dem QGate verbinden möchte, muss sich schon mit einer Steckerleiste helfen oder ein zusätzliches QGate kaufen. Eine gleichzeitige Anwendung von Anwesenheitssimulation und Frostschutz ist nur bedingt möglich, da immer nur ein Verbraucher geschaltet werden kann. Wenn also grad die Lampe am QGate steckt, ist es nicht möglich auch noch ein Heizgerät damit zu steuern.

Für Villen- und Galeriebesitzer ist QGuard also sicher nicht die richtige Lösung. Für alle, die aber schnell und einfach, ein Alarmsystem in ihrem beispielsweise Wohnwagen installieren möchten und keine exquisiten Ansprüche an das Alarmsystem stellen, ist QGuard eine interessante Option. Optisch gibt die Basisstation QGate einiges her: so ist auch der Schrebergartenbesitzer mit Designanspruch bestens versorgt.

Voraussetzung für den Betrieb ist die Verfügbarkeit eines GSM-Netzes. Vor der Anschaffung des nicht ganz billigen QGuard empfehle ich also einen Check der GSM-Netzverfügbarkeit am gewünschten Einsatzort.

*Das Fazit spiegelt lediglich die persönliche Meinung des Autors / der Autorin und nicht die Ansichten des Unternehmens oder anderer Mitarbeiter wider und ist durchaus mit einem Augenzwinkern zu betrachten.