Wie Sie mit IoT Geld verbrennen

Mit IoT-Projekten lassen sich ganz schnell Beträge in Höhe eines Luxusautos oder sogar eines Eigenheims in Luft auflösen. Sparen Sie in Ihrem IoT-Projekt nicht an der falschen Stelle! Achten Sie nicht nur auf die Anschaffungskosten, sondern auch auf die laufenden Kosten. Einige mehr oder weniger versteckte Möglichkeiten um ganz schnell, sehr viel Geld in Ihrem IoT-Projekt zu verbrennen, haben wir aus jahrlanger Erfahrung für Sie als Warnung zusammengetragen.

Den falschen Partner wählen

Ein falscher Partner für Ihr IoT- oder M2M-Projekt, ist die perfekte Ausgangsbasis für ein hellleuchtendes Lagerfeuer, um jede Menge Geld zu verbrennen. IoT-Experten schießen wie die Pilze aus dem Boden. Bevor Sie einem dieser „Experten“ Ihr Vertrauen schenken, hinterfragen Sie gründlichen wie der IoT-Experte diese Bezeichnung rechtfertig. Nicht selten wird sich hier mit fremden Federn und Copycat-Produkten geschmückt. Welche Projekte hat der IoT-Experte bereits realisiert? Handelt es sich dabei lediglich um konzeptionelle Projekte? Gibt es Produkte mit der Technologie des IoT-Experten am Markt, die man kaufen kann oder ist alles nur bunte Theorie?

Lückenhaftes Zusammenspiel der einzelnen Bausteine

Ein IoT-Projekt besteht aus vielen einzelnen Komponenten: Sensoren, Modem, MCU, Firmware, Übertragungstechnologie und –protokoll, sowie der Server oder die Cloudplattform, die Software und vieles mehr. Bis diese Teile alle reibungslos integriert sind und miteinander im Einklang eine stimmige Applikation bilden, fließt viel Wasser die Donau runter. Und wenn dann schließlich alles miteinander kommuniziert, kommt es dennoch immer wieder zu unvorhergesehen Ereignissen die richtig ins Geld gehen können.

Bausteine passen nicht zusammen

Keine Seltenheit ist ein Fall, der uns von einem Interessenten erst vor ein paar Wochen erzählt wurde: Der Server war nicht mehr erreichbar und das IoT-Device versuchte munter weiter Daten zu schicken. Der Server schickt keine Antwort und so wurde im Sekundentakt versucht die Daten erneut zu senden. Schnell entstanden so Kosten von knapp € 50.000,–, ein Betrag, der auch für große Firmen äußerst schmerzhaft ist. Für kleine Startups oder KMUs kann so etwas sogar den Konkurs bedeuten.

Dieses Beispiel zeigt wie wichtig die Fehlerbehandlung und das Verhalten des System in Ausnahmefällen ist. Im oben genannten Beispiel gehen die Daten nicht verloren, sollte eine Übertragung einmal fehlschlagen. Dies ist bei den IoT-Lösungen am Markt keine Selbstverständlichkeit. Wenn der Server über längere Zeit nicht erreichbar ist, muss es geeignete Mechanismen geben, um unnötige Kosten zu vermeiden.

Selbst eine einfache Volumenalarmierung könnte in diesem Fall bereits einen Sicherheitsmechanismus darstellen. Doch denken Sie an Ihr privates Smartphone. Obwohl die meisten Provider solche Alarmierungen anbieten, nutzen die wenigsten Personen diese.

Unpassende Tarife

Eine weitere Möglichkeit, um Geld mit Ihrer IoT-Applikation zu verbrennen, bieten falsche Tarife. Eine fehlende Softwarearchitektur führt dazu, dass die Tarife nicht auf Ihre Applikation abgestimmt sind. Überlegen Sie im Vorhin genau wie oft Sie Daten benötigen und welche Daten Sie benötigen. So können Sie das Datenvolumen gezielt abschätzen und einen passenden Tarif für Ihre Applikation finden. Wiederrum schlägt hier die Wahl des richtigen Partners auf. Achten Sie breites zu Beginn Ihres Projekts darauf, welche Abrechnungsmöglichkeiten und Tarife Ihr IoT-Lösungspartner bietet. Neben klassischen volumsabhängigen (Pay-as-you-go) Tarifen sind eventuell Prepaid-Tarife, die Abrechnung in monatlichen Paketen mit Fixkosten oder auch Lifecycle Costing für Sie geeignet.

Grenzüberschreitende Applikationen

In vielen IoT-Projekten gab es bereits ein böses Erwachen, wenn die Geräte in Grenznähe betrieben wurden. Das IoT-Device buchte sich in ein „falsches“ Netz ein und die Kosten stiegen in ungeahnte Höhen. Ein Rollout in weiteren Ländern kann ebenfalls Schwierigkeiten beinhalten. Dies kann einerseits zu erhöhten Kosten durch Roaming führen oder aufwendige Verhandlungen mit Anbietern in den jeweiligen Ländern mit sich bringen. Ein weltweit einheitlicher Tarif wird nur von einem IoT-Lösungsanbieter angeboten. Dabei ist solche ein Tarif nicht unbedingt teurer als andere Tarife, die auf ein Land begrenzt sind. Nach dem Motto „Think big, start small“ sind Sie mit so einem Service bestens für die Zukunft gerüstet und können mit Ihrem Business voll durchstarten.

Missbrauch von SIM-Karten

Ein weiteres Beispiel aus über 10-jähriger Erfahrung im Bereich M2M und IoT sind SIM-Karten, die plötzliche eine andere oder zusätzliche Nutzung wiederfahren haben. So kamen pfiffige Personen auf die Idee die SIM-Karten einfach in Ihre Handys zu stecken und so selbst Kosten zu „sparen“. Für den Besitzer der Geräte und Maschine resultieren daraus schnell ungeahnte Kosten. Doch auch hierfür gibt es Abhilfe. Ein fest verlöteter SIM-Chip auf der Platine stellt hier bereits eine erste Hürde dar, die für viele Fälle bereits ausreichend sein sollte. In einem perfekten Zusammenspiel aller Komponenten in Ihrer IoT-Applikation wird ein derartiger Missbrauch allerdings automatisch erkannt und nach einem Absetzen eines Hilferufes bzw. einer Fehlermeldung die Funktionalität erst mal eingestellt.

Das perfekte Produkt

Zu guter Letzt können Sie mit langen Entwicklungszeiten im stillen Kämmerlein weiteres Geld verbrennen und das Risiko für das gesamte IoT-Projekt signifikant erhöhen. Dies bedeutet keinesfalls, dass Sie unfertige Produkte auf den Markt bringen sollen. Ein Grundkonzept, das Sie sich immer wieder in Erinnerungen rufen sollten ist, das 80/20-Prinzip oder auch „Done is better then perfect“. Das MVP (Minium Viable Product) ist hier ein großartiger Trade-Off. Die Kernfunktionalitäten Ihres Produkts werden zu 100% umgesetzt. Diese Version wird Personen aus der Zielgruppe so schnell wie möglich vorgeführt. Nach und nach können Sie nun zusätzliche Features in Ihr Produkt integrieren. Dieses Vorgehen minimiert nicht nur das Risiko sondern auch die Kosten Ihres IoT-Projektes und zeigt bereits in frühen Projektphasen schnelle erste Erfolge.

Wie Sie mit IoT Geld verbrennen können

Zusammengefasst können Sie mit der richtigen Wahl des IoT-Lösungsanbieters bereits eine Vielzahl der Geldverbrennungsmöglichkeit in Ihrem Internet of Things oder Machine-to-Machine Projekt eindämmen. Das Zusammenspiel der einzelnen Komponenten (Hardware, Software, Service) sowie ein effektives Fehlermanagement sind unumgänglich um unvorhergesehene Kosten zu vermeiden. Herkömmliche Tarife sind nur selten für IoT-Anwendungen geeignet. Definieren Sie exakte Ihre Bedürfnisse und legen Sie großen Wert darauf einen geeigneten Tarif für Ihre Internet of Things Applikation zu wählen. Mit dem MVP minimieren Sie Kosten und zeigen schnelle Erfolge.

Bei Microtronics werden all diese Punkte gelebt. Mit einer Gesamtlösung bestehend aus Hardware, Software und Service kann Microtronics mit einem weltweit einheitlichen Tarif die Verantwortung für das Gesamtsystem übernehmen. Wie Sie bei Microtronics nicht Gefahren laufen im Zuge Ihres IoT-Projekts unnötige Geldsummen zu verbrennen, legen wir Ihnen gerne für Ihren individuellen Fall bei einem kostenlosen, unverbindlichen IoT Coffee dar.

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